Wertsteigerungen bei Immobilien verlaufen in Bonn schneller als in Köln

Nach einem Bericht des Bonner General-Anzeigers steigen die Immobilienpreise in den großen Städten und den angrenzenden Landkreisen beständig an und bieten dadurch lohnenswerte Perspektiven für sichere Investitionen. Grundlage für diese Einschätzung ist eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Dabei wurde die reale Preisentwicklung in 402 Kreisen untersucht und prognostisch bewertet. Etwa die Hälfte der betroffenen Kreise verfügt über wertstabile Immobilien.

Zahlreiche Großstädte zeigen unterschiedlich hohe Wachstumstendenzen aufgrund ihrer dauerhaft gefragten Lage und der dementsprechenden Nachfrage. Dies bedeutet für Bonn gemäß der Studie einen ordentlichen jährlichen Wertzuwachs bis zum Jahr 2030 von 0,95 Prozent. Damit liegt die Messlatte für Immobilienpreissteigerungen sogar höher als in Düsseldorf mit angenommenen 0,9 Prozent für die Landeshauptstadt. Vergleichsweise beträgt die Tendenz der Preisentwicklung bei Kölner Immobilien 0,7 Prozent. Das Privileg der Großstadtnähe kommt auch bei benachbarten Landkreisen wie Ahrweiler oder dem Rhein-Sieg-Kreis zum Tragen. Dort sollen sich die Preise um jährlich jeweils 0,25 Prozent beziehungsweise 0,49 Prozent erhöhen.

Regional treten deutliche Abweichungen auf

Anders entwickeln sich dagegen die Immobilienpreise in Dortmund oder Essen. Hier zeichnen sich leichte Wertverluste ab. Für Essen wird im Rahmen der Studie von einem jährlichen Minus in Höhe von 1,1 Prozent ausgegangen. Für den Dortmunder Immobilienmarkt wird mit einem Preisrückgang von 0,6 Prozent gerechnet. Ebenso sollen die Immobilienpreise in Osnabrück um 0,46 Prozent und in Celle um 0,49 Prozent sinken. Einen besonders gravierenden Preisrückgang wird für viele Städte im Osten Deutschlands vorausgesagt. So liegt dieser ausgearbeitete Wert für Frankfurt an der Oder bei jährlich 4,19 Prozent. Die Uneinheitlichkeit der Entwicklung zeigt sich im Studienergebnis beispielsweise am vorausgesagten Wertzuwachs in Neu-Ulm und Biberach. Die Immobilien unterliegen in diesen Landkreisen einer Teuerungsrate von 1,05 respektive 0,94 Prozent. Das Plus von Lage und Infrastruktur wirkt sich allerdings auch in Dresden aus.

Zwar liegt hier der Immobilienpreis für die Großstadt noch bei vergleichsweise gemäßigten 2009 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, die Steigerungshöhe jedoch mit 1,0 Prozent immerhin höher als in Düsseldorf und Köln. Dresden bleibe neben seiner sehr guten Infrastruktur auch aufgrund der demografischen Entwicklung ein gefragter Immobilienstandort, erklärte Marcel Bargel. Der Chefvolkswirt der Postbank hat die interessante und aussagekräftige Untersuchung der Immobilienpreisentwicklung in Auftrag gegeben.

München mit herausragender Bewertung

Ein Ausnahmeergebnis trat bei wenig Überraschung für München auf. In der bayerischen Landeshauptstadt betragen die Durchschnittspreise für Immobilien bereits derzeit exponierte 6149 Euro. Im Vergleich dazu liegen die durchschnittlichen Marktpreise pro Quadratmeter Wohnfläche in Hamburg für Käufer und Verkäufer bei 3884 Euro. Ungeachtet dessen sollen die Preise in München nach der Studie jährlich um weitere beachtliche 1,3 Prozent ansteigen.

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